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PSCR Rebreather Kurs / Episode I

 

Da wir in den letzten Jahren beim Open Circuit Tauchen immer wieder eine weitere Stage und noch eine und noch eine und noch eine dazu nehmen mussten war uns klar, dass wir auf Dauer eine andere Lösung finden müssen. Ralf hatte ja bereits einen PSCR Rebreather. Daher war für Werner und mich der weitere Weg eigentlich schon vorgezeichnet.

Nachdem Werner und ich uns jeder einen PSCR Rebreather zugelegt hatten tauchte die Frage nach einem geeigneten Instructor auf. Im Grunde gab es für die Auswahl ein paar Kriterien. Der Instructor sollte schon sehr lange Erfahrung mit dem PSCR Tauchen haben, er sollte nicht einer der Instructoren sein die alle möglichen Rebreather ausbilden. Und es wäre natürlich schön wenn der Instructor ein leidenschaftlicher Höhlentaucher wäre.

Nachdem wir alle Variablen und Eventualitäten in einen Topf schmissen tauchte immer wieder der Name Danny Beiert auf. 

Somit nahmen wir Kontakt mit Danny auf und trafen uns auf der Boot in Düsseldorf. Werner und Ralf haben dann 2018 den Kurs bei ihm gemacht.

Im März 2019 startete dann mein PSCR Kurs. Mein Buddy für diesen Kurs sollte Wolfgang sein. Er taucht auch schon recht lange und ist wohl ebenfalls an einen Punkt angekommen wo man sich fragt ob OC noch unbedingt eine vierte Bottom Stage mitgenommen werden muss.  Der Kurs startete freitag morgens um 10:00 Uhr an der Tauchschule Sorpesee im Sauerland.

Für den Freitag war sehr viel Theorie eingeplant. Eins wurde schon sehr schnell deutlich. Danny ist ein Taucher der auf jedes noch so kleine Detail achtet.  Ich würde ihn mal liebevoll als Doing it right  Nerd bezeichnen. Während des Tages wurden unter anderem die unterschiedlichen PSCR Modelle und deren Vor- und Nachteile besprochen. Auch hier zeigte sich wieder Dannys geballtes Fachwissen. Offensichtlich hat er jedes Gerät schon mal in den Händen gehabt und für sich genau bewertet. Natürlich wurden die ganz wichtigen Themen wie PO2 Drop, Monitoren des Gerätes und andere spannende Themenfelder genau beleuchtet. Bis zum Ende des Tages haben wir mehrfach gemeinsam unsere PSCR Rebreather zusammen gebaut,  befüllt und natürlich auch Funktionsprüfungen unterzogen.

Am Samstag morgen hatten wir durch die Tauchschule Sorpesee die Gelegenheit ins örtliche Hallenbad zu gelangen. Wir hatten ca. 1,5 Stunden Wasserzeit die wir auch ausgiebig nutzten.

Die Tarierung bei lediglich 3 Meter Wassertiefe ist mit einem Rebreather natürlich mit dem Tauchen im See OC nicht zu vergleichen. So merkwürdig es auch klingen mag, Dinge die OC wirklich spielend einfach wirken sind mit dem Rebreather und der veränderten Tarierung wesentlich anspruchsvoller. Sandra unterstützte Danny bei diesem Kurs und nahm einige nützliche Hinweise mit der Kamera auf. Am Nachmittag sahen wir uns die Aufnahmen an und analysierten diese. Danny zeigte uns auf was wir an unserem Setup und unserer Lage noch verbessern könnten. Solche Aufnahmen sind natürlich Gold wert. Bis ich die Aufnahmen sah dachte ich dass ich doch ganz zufrieden sein kann.. .wenn man sich dann aber während der ein oder anderen Prozedur beobachten darf sieht man schon noch Verbesserungspotential. 

Bis zum Feierabend änderten wir noch das ein oder andere an den Geräten und nahmen noch das ein oder andere an Theorie Leckerbissen zu uns. Sehr interessant war zu sehen, dass unser Instructor häufig einfach die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Konfigurationen beleuchtet und dabei aber auch kommuniziert dass es keine Seelig machende Konfiguration gibt. 

Beim Tauchen mit einem PSCR Rebreather wird Doing it right doch erheblich vielschichtiger.

Am Sonntag morgen war dann noch ein wenig Theorie angesagt bevor es dann wieder ins Hallenbad ging. Die Skills funktionierten schon deutlich besser und die Wasserlage war auch dauerhaft stabiler. Wir waren knapp 3 Stunden im Wasser und spielten alle Prozeduren mehrfach durch. Auch an diesem Tag wurde uns deutlich dass wir an der einen oder anderen Stellschraube noch nach justieren müssen. 

Aber wie es nun mal im technischen Tauchen so ist ohne Fleiß kein Preis. Nach dem wir unser ganzes Geraffel in die Autos gepackt hatten sponserte Sandra einen belgischen Milchreiskuchen. Mir läuft jetzt noch das Wasser im Munde zusammen. Das Gebäck war echt der Hammer und genau das richtige um unseren Kalorienhaushalt wieder auf ein normales Niveau zu bekommen.

Alles in allem ein wirklich gelungener Erster Teil des PSCR Kurses mit vielen kleinen Tipps und Hinweisen. Vor allem kristallisierte sich heraus, dass Danny auf jeden Fall der Meinung ist eine turnusbedingte sei einer ereignisbedingten Wartung vor zu ziehen. 

Ein ganz dickes Dankeschön an Matthias Richter und sein Team die uns das Wochenende wirklich rundum perfekt betreuten. 

Selbstverständlich gab es noch ein paar Hausaufgabe mit auf den Heimweg, dennoch freuen wir beide uns schon auf den zweiten Teil des Kurses am Bodensee. J 

Marcus